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DProdLog - Behälter kommunizieren eigenständig mit offener Serviceplattform


Das Forschungsprojekt DProdLog verfolgt die prototypische Realisation von Einzelkomponenten einer modularen Serviceplattform zur Digitalisierung produktionslogistischer Dienstleistungen. Anwendungsbereiche sind beispielsweise Kanban-Belieferungen von Zwischenprodukten an die Montagelinien, die Versorgung von Maschinen mit Material und das Steuern von Transporten zwischen unterschiedlichen Produktionsstätten.

Das Forschungsprojekt startete Anfang 2016 und endet im Mai 2019. Anschließend bewerten wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität Bamberg den betriebswirtschaftlichen Nutzen und die Projektpartner prüfen, wie sich Erkenntnisse und Ergebnisse aus DProdLog in branchenübergreifende Produkte und Services umsetzen lassen.

Konsortialpartner des Projektes sind Fraunhofer IIS/SCS, EURO-LOG AG, Böllhoff GmbH, Raben Trans European Germany GmbH (ehem. GS Frachtlogistik GmbH) und die Universität Bamberg. Weiterhin ist Bosch München assoziierter Partner des Projekts.

Die Partner demonstrieren die Ergebnisse des Projekts im Test- und Anwendungszentrum L.I.N.K. des Fraunhofer IIS am Standort Nürnberg. Zudem finden weitere Praxistests bei EfaFlex, einem Kunden der Böllhoff GmbH, und beim Logistikdienstleister Raben Trans European Germany GmbH in Garching bei München statt.

Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Container


Produzierende Industrieunternehmen verwenden Kanban-Behälter, die mit einem Sensor ausgestattet sind. Dieser sammelt und beinhaltet eine Bandbreite verschiedener Informationen:

  • Die Identität des Behälters, also eine eindeutige ID-Nummer
  • Position bzw. Standort
  • Zeitstempel
  • Inhalt und Füllstand
  • Temperatur und Feuchtigkeit der Umgebung

Die Behälter melden sich nicht nur bei niedrigem Füllstand, sondern auch bei starker Erschütterung, Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen. Bei Normabweichungen senden sie einen Alert an die Plattform und können sich gegebenenfalls sogar selbst sperren.

Über eine drahtlose Infrastruktur aus Ankerknoten und Gateways ist der Behälter mit einer modularen Serviceplattform auf Cloud-Basis verbunden. An diese sind ebenso das Industrieunternehmen selbst, die jeweiligen Lieferanten sowie die Spediteure angebunden. So kommunizieren alle Akteure im Prozess digital und automatisiert in Echtzeit.

Im Forschungsprojekt DProdLog wurde das Belieferungssystem ECOSIT mit RFID-Technologie des Konsortialpartners Böllhoff GmbH eingesetzt.

Idealprozess


Meldet der Kanban-Behälter der Service-Plattform, dass er bald leer ist, so erhält der Anwender des Unternehmens eine Push-Benachrichtigung über den aktuellen Füllstand und kann frühzeitig entsprechende Maßnahmen einleiten:

  • Wiederbeschaffungszeit berechnen
  • beim Lieferanten Nachschub bestellen
  • Leergutabholung organisieren und
  • Verbrauchsberichte erstellen

Bestellt der zuständige Logistiker im Unternehmen eine Nachfüllung beim Lieferanten, so erhält dieser den avisierten Liefertermin und kann entweder bestätigen oder einen Gegenvorschlag unterbreiten. Verfügt der Lieferant über die benötigten Teile, erteilt er dem Spediteur einen Transportauftrag.

In der Zwischenzeit konsolidiert der Logistiker im Unternehmen die leeren Behälter auf einer Palette, die ebenfalls mit einem Sensor ausgestattet ist. Der Spediteur nimmt diese bei Lieferung der neuen Behälter auf und transportiert das Leergut zurück an den Lieferanten.

Durch den Sensor des Behälters lässt sich dieser während des Transportes via Track&Trace orten. Ist er an seinem Zielort angekommen, sendet er diese Information von selbst an die Plattform.

Bild Verbindung

Logistik-Apps


Bild Logistik App

Das Einbinden mobiler Logistik-Apps erleichtert Logistikdienstleistern den Arbeitsalltag deutlich. Sie erfassen den Status ihrer Lieferungen mobil per Smartphone, Tablet oder Scanner, auch Behälter und Lademittel buchen sie mobil über die App. Zustellungen und Abholungen lassen sich papierlos bearbeiten, Unterschriften digital erfassen und Beschädigungen per Foto dokumentieren. Durch das Versehen der mobilen Geräte mit GPS bilden sie auch die Grundlage für eine Sendungsverfolgung in Echtzeit.

DProdLog Projektpartner


Konsortialpartner:

EURO-LOG
BÖLLHOFF
GS Frachtlogistik
Fraunhofer IIS
Universität Bamberg
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Assoziierter Partner:

BOSCH